{"id":5318,"date":"2024-11-12T16:49:20","date_gmt":"2024-11-12T15:49:20","guid":{"rendered":"https:\/\/housingfirst-frauen.berlin\/skf-berlin-bringt-housing-first-fuer-frauen-auf-eu-ebene\/"},"modified":"2026-08-14T22:15:25","modified_gmt":"2026-08-14T20:15:25","slug":"skf-berlin-bringt-housing-first-fuer-frauen-auf-eu-ebene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/housingfirst-frauen.berlin\/es\/skf-berlin-bringt-housing-first-fuer-frauen-auf-eu-ebene\/","title":{"rendered":"SkF Berlin bringt Housing First f\u00fcr Frauen auf EU-Ebene"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\" id=\"wpb-content-root\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css=\u00bb\u00bb]<strong>Berlin, 12.11.2024 \u2013 Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin (SkF Berlin) hat am 4. und am 5. November 2024 gemeinsam mit der EU-Plattform EPOCH<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> (European Platform on Combatting Homelessness) einen Workshop in Br\u00fcssel zum Thema Frauen und Wohnungslosigkeit veranstaltet. Im Mittelpunkt stand der Ansatz Housing First f\u00fcr Frauen. <\/strong><\/p>\n<p>Ziel des Workshops war es, Entscheidungstr\u00e4ger*innen aus L\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union f\u00fcr die Herausforderungen und L\u00f6sungen im Bereich der frauenspezifischen Wohnungsnot zu sensibilisieren und weiterzubilden.<\/p>\n<p>Vertreter*innen aus Irland, Italien, Spanien und anderen EU-Staaten nahmen an der Veranstaltung teil. In einer intensiven Arbeitsatmosph\u00e4re pr\u00e4sentierten Mitarbeitende des SkF Berlin sowie eine ehemals von Wohnungslosigkeit betroffene Frau umfassende Einblicke in die spezifischen Bed\u00fcrfnisse und Herausforderungen wohnungsloser Frauen. Sie erarbeiteten gemeinsam mit den Teilnehmenden konkrete L\u00f6sungsans\u00e4tze, um frauenspezifische Housing-First-Programme in ihren jeweiligen L\u00e4ndern zu entwickeln und umzusetzen.<\/p>\n<p>Alle Teilnehmenden waren sich einig, dass sich das Bild von Wohnungsnot und besonders im Hinblick auf Frauen ver\u00e4ndern muss. Nur dann, k\u00f6nnen passende Angebotsstrukturen f\u00fcr diese Zielgruppe etabliert werden.<\/p>\n<p>Ein weiterer Programmpunkt des Workshops war der Besuch des Europ\u00e4ischen Parlaments, um sich dort \u00fcber frauenspezifische Wohnungsnot auszutauschen und gleichzeitig politische Impulse zu setzen. Gastgeberin war MEP Alessandra Moretti von der S&#038;D-Fraktion des Parlaments. Auf der Tagesordnung standen Pr\u00e4sentationen von Expert*innen zum Thema weibliche, verdeckte Wohnungsnot, unter anderem von Dalma Fabian, Policy Officer bei FEANTSA, Tii Juden, Expert by Experience bei No Fixed Abode, Finland, Boroka Feher, Policy Officer at BMSZKI, Ungarn und andere.<\/p>\n<p>Der SkF Berlin und sein Projekt Housing First f\u00fcr Frauen (HFF) setzen sich nachdr\u00fccklich daf\u00fcr ein, dass in jedem EU-Land ein frauenspezifisches Housing-First-Projekt eingerichtet wird.<\/p>\n<p>\u201eEs ist an der Zeit, dass die spezifischen Bed\u00fcrfnisse von Frauen und M\u00fcttern mit Kindern in der Wohnungslosenhilfe anerkannt und in den Mittelpunkt der politischen Agenda ger\u00fcckt werden. In unserer Arbeit bei HFF, sehen wir t\u00e4glich den gro\u00dfen Hilfebedarf von Frauen und ihren Kindern. Nur durch gezielte Ma\u00dfnahmen und individuell zugeschnittene Hilfsangebote, wie es<\/p>\n<p>Housing First erm\u00f6glicht, k\u00f6nnen wir dauerhaft ihre Wohnungsnot beenden\u201c, betonte Esther Maria K\u00f6b-Koutsamanis von HFF.<\/p>\n<p>Mit dem Workshop in Br\u00fcssel hat der SkF Berlin einen wichtigen Schritt unternommen, um die Diskussion der frauenspezifischen Wohnungsnot auf die n\u00e4chste politische Ebene \u00fcber die Landesgrenzen hinaus zu bringen.<\/p>\n<p>Auch in Zukunft wird der Verein aktiv an einem Netzwerk f\u00fcr den Austausch von Best-Practice Beispielen zur Umsetzung von Housing-First-Programmen f\u00fcr Frauen und M\u00fctter mit Kindern in der Europ\u00e4ischen Union arbeiten.<\/p>\n<p>\u201eGerade f\u00fcr Frauen und M\u00fctter mit Kindern ist Housing First ein effektives und zukunftsf\u00e4higes Konzept, das hat der SkF Berlin mit dem Projekt HFF in den vergangenen sechs Jahren bewiesen. Gerade diese Personen, die am Hilfesystem vermeintlich schon gescheitert sind, werden mit HFF erreicht und aufgefangen. Angesichts des Ziels der Bundesregierung bis 2030 Wohnungslosigkeit zu beenden, ist es unerl\u00e4sslich, neben der Schaffung von mehr leistbarem Wohnraum, auch gezielte Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Zielgruppen bereitzustellen. Frauen und M\u00fctter mit Kindern d\u00fcrfen nicht mehr durchs Raster fallen \u2013 in keinem EU-Land! Daher setzt sich der SkF Berlin auf allen Ebenen daf\u00fcr ein, dass gerade dieser vulnerablen Gruppe dauerhaft und verl\u00e4sslich ein sicheres Zuhause erm\u00f6glicht werden kann\u201c, so die Vorstandsvorsitzende des SkF Berlin, Dr. Dagmar L\u00f6ttgen.<\/p>\n<p>\u201eSeit 2018 haben wir wertvolle Erkenntnisse und Expertisen mit Housing First f\u00fcr Frauen gesammelt, uns ganz auf die Bed\u00fcrfnisse von Frauen konzentriert, um ihnen die Unterst\u00fctzung zu bieten, die sie brauchen. Ich bin sehr stolz, dass unser Projekt nach Br\u00fcssel eingeladen wurde und wir als Expertinnen unser Wissen weitergeben d\u00fcrfen und Ver\u00e4nderungen ansto\u00dfen k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt die Bereichsleitung der Offenen Sozialarbeit des SkF Berlin, Sarah Kesselberg.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>\u00dcber HFF:<\/strong><\/p>\n<p>Housing First f\u00fcr Frauen richtet sich seit Ende 2018 mit einem neuen Ansatz an wohnungslose Frauen mit multiplen Problemlagen. Im August 2023 wurde Housing First f\u00fcr Frauen mit der Louise-Schroeder-Medaille ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Ziel des Projektes ist es, die Wohnungslosigkeit der Frauen durch Anmietung einer Wohnung mit eigenem Mietvertrag zu beenden und so ein menschenw\u00fcrdiges, selbstbestimmtes Leben wiederzuerlangen. Seit 2018 konnte das Projekt bereits 115 Wohnungen an wohnungslose Frauen vermitteln, davon gingen 14 Wohnungen an Frauen mit Kindern.<\/p>\n<p>Die Lebenssituation der Frauen hat sich auf vielf\u00e4ltige Weise, vor allem in den Bereichen Gesundheit, Zufriedenheit und Soziales, verbessert. Die Wohnstabilit\u00e4t ist sehr hoch. Zudem wird mit der Vermittlung einer eigenen Wohnung ein Schutzraum vor Gewalt geboten, der obdachlose Frauen in besonderer Weise ausgesetzt sind.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>\u00dcber den SkF e.V. Berlin<\/strong><\/p>\n<p>Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin (SkF Berlin) ist ein Frauenverein, der sich der Unterst\u00fctzung von Kindern, Jugendlichen, Frauen und Familien in Notsituationen sowie in besonderen Lebenslagen widmet. Der SkF Berlin f\u00f6rdert dar\u00fcber hinaus die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft. Diese wichtige soziale Arbeit wird von einem engagierten Team aus mehr als 400 ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiter*innen getragen, die christliche Werte im Zusammenleben der Menschen in Berlin festigen m\u00f6chten. Dadurch ist der SkF Berlin ein unverzichtbarer Bestandteil der kirchlichen Sozialarbeit.<\/p>\n<p>In der Tr\u00e4gerschaft des SkF Berlin befinden sich u.a. Projekte und Einrichtungen wie Evas Obdach, Evas Haltestelle, das Duschmobil f\u00fcr Frauen oder die Delphin Werkst\u00e4tten.<\/p>\n<p>Die Geschichte des SkF Berlin reicht \u00fcber hundert Jahre zur\u00fcck. 1901 begannen die Josephschwestern in Berlin mit ihrer sozialen Arbeit und gr\u00fcndeten den F\u00fcrsorgeverein f\u00fcr Frauen, M\u00e4dchen und Kinder. 1924 schloss sich der Berliner Verein dem Katholischen F\u00fcrsorgeverein f\u00fcr M\u00e4dchen, Frauen und Kinder an, der von der Reichstagsabgeordneten Agnes Neuhaus gegr\u00fcndet wurde und deutschlandweit aktiv war. Neuhaus, eine der ersten Frauen im Reichstag, engagierte sich ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Entwicklung der Sozialgesetzgebung in der Weimarer Republik, insbesondere f\u00fcr das Jugendwohlfahrtsgesetz. Ihre Arbeit legte den Grundstein f\u00fcr den modernen Sozialdienst katholischer Frauen e.V., der weiterhin nach dem Prinzip \u201eHilfe zur Selbsthilfe\u201c agiert und sich f\u00fcr die Integration und Inklusion der von ihm begleiteten Menschen einsetzt.<\/p>\n<p>Der SkF Berlin versteht sich als selbstst\u00e4ndiger, kritisch-konstruktiver und unverzichtbarer Frauenfachverband innerhalb des Caritasverbandes der Erzdi\u00f6zese Berlin. Er \u00fcbernimmt gesellschaftspolitische Verantwortung und gibt denjenigen eine Stimme, die oft ungeh\u00f6rt bleiben.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> EPOCH Practice ist das neue Programm, welches das gegenseitige Lernen und den Aufbau von Kapazit\u00e4ten innerhalb der Europ\u00e4ischen Union verk\u00f6rpern soll. <a href=\"https:\/\/www.feantsa.org\/en\/epoch-practice\/about-epoch-practice\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.feantsa.org\/en\/epoch-practice\/about-epoch-practice<\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css=\u00bb\u00bb]Berlin, 12.11.2024 \u2013 Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin (SkF Berlin) hat am 4. und am 5. November 2024 gemeinsam mit der EU-Plattform EPOCH[1] (European Platform on Combatting Homelessness) einen Workshop in Br\u00fcssel zum Thema Frauen und Wohnungslosigkeit veranstaltet. 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